Bei dem Salat seid ihr fix… – Stellungnahme zur Mensapolitik des Studentenwerk Würzburgs

Pommes sind seit langem eine beliebte und nahrhafte Tradition auf der Speisekarte vieler Mensabesucher_innen. 80kg werden allein an der Bamberger Universität Ost jeden Tag frittiert. Eine Menge, die nicht nur den Bauch der Studierenden füllt, sondern auch den Geldbeutel des Studentenwerks Würzburg. Pommes ohne Ketchup sind ein Unding und dennoch verlangen die Mensen der beiden Universitätsteile für eine einfache Portion 20ct. Das sind 33% des Pommesnettopreises. Viele Student_innen sind immer wieder darauf angewiesen, regelmäßig in der Mensa zu essen und wollen trotz des schmalen Einkommens abwechslungsreiches und schmackhaftes Speisen haben.
Doch die Preispolitik des Studentenwerk Würzburg führt zu einer Segregation der Studierenden an den Kassen, denn dort entscheidet sich, wer gutes Essen haben darf und wer nicht. Unter dem Schein einer formalen Gleichheit breitet sich die ökonomisch bedingte Ungleichheit der Studierenden aus. Ein Zustand, den wir nicht hinnehmen können, denn jede_r hat das Recht auf Pommes mit Ketchup!
Es gilt zu bedenken, dass es dem Studentenwerk Würzburg möglich ist, Salatsoße umsonst anzubieten. Wir fragen die Betreiber der Mensa: Wie können sie mit diesem Widerspruch leben? Warum sind sie bei Salat so fix, machen bei Pommes aber nix? Wie können sie den Konsum von nährstoffarmen Salat subventionieren, den freien Zugang zum wichtigsten Kohlenhydratträger dieser Nation aber gleichzeitig so behindern? Werden sie sich ihrer Verantwortung für Deutschland bewusst und lösen sie diesen Widerspruch auf! Bieten sie ketchupgebührenfreien Zugang zu Pommes! Eine Marktlogik darf nicht Grundlage der Ernährungspolitik sein!
Es soll dabei nicht vergessen sein, dass Ketchup erst den Anfang stellt, denn ein wahrhaft gebührenfreier Pommesgenuss beinhaltet auch Mayonnaise. Erst bei Pommes Rot-Weiß kann der Student zu den Kräften kommen, die er dringend braucht! Wir sehen ein, dass mit radikaler Rhetorik und extremer Praktik nichts erreicht werden kann. Als die LISTE der MITTE schlagen wir deshalb konstruktiv ein Zweischrittprogramm zur Abschaffung der Soßengebühren ein. Ein reformativer Vorgang gibt sowohl dem Markt als auch dem Kunden die Zeit, sich an die veränderten Umstände anzupassen.
Die LISTE Bamberg tritt entschlossen dafür ein, die Ketchup- und Mayogebühren abzuschaffen.

Gegen die Ökonomie der Mensapolitik!
Für einen freien Zugang zu Pommes rot-weiß!

Die LISTE Bamberg – die LISTE der Mitte